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Adam und Eva oder die Entstehung der Dummheit
Eva saß unter dem Apfelbaum. Sie wusste es schon und wollte es
jetzt mit ihrem geliebten Adam teilen. Auf süße Weise lockte sie ihn zum Baum
des Wissens und ließ ihn seine wunderbaren Früchte schmecken. Gespannt
wartete sie auf seine Reaktion. „Ob dieses Wissen auf ihn den gleichen
beglückenden Einfluss hat?“
Nach dem ersten Bissen verzog sich sein sonst so gelassenes
Gesicht nur ein bisschen, beim zweiten wurde er ganz ernst. Geschockt sah er
sie an: „Eva, du bist ja nackt! Schämst du dich nicht? Ich habe wenigstens
ein paar Haare auf Brust, Hintern und Beinen.“ Er riss ein Blatt vom Baum und
hielt es vor ihre Scheide. „Jetzt bist du zum idiotischen Moralisten
geworden!“
Daraufhin imitierte sie ihn, riss auch ein Blatt vom Baum, hielt
es vor sein Glied und wartete auf seine Reaktion. Sie hätte gern über seine
Dummheit gelacht oder vielleicht dachte sie auch über eine andere Frucht
nach, die seinen früheren sympathischen Zustand wieder hätte herstellen
können.
Aber jetzt machte sich eine Regung auf seiner Stirn bemerkbar und
er öffnete seinen Mund, als ob er etwas sagen wollte. Mehrmals wiederholte
sich dieses Manöver. Dann stammelte er: „I-i-i-ch bin der Stä-ä-ärkere und ab
jetzt be-e-e-e-estimme i-i-i-ich, wie du-u-u-u leben so-o-o-ollst. Du-u-u-u
bist mir untertä-ä-ä-änig.“
Einen Moment lang blieb ihr fast das Herz stehen, vielleicht
sollte er noch ein paar von diesen Früchten essen. Nein, das würde ihn nur
noch arroganter machen. Limitiertes Wissen macht nicht klug, sondern
überheblich.
Aber jetzt schoss es ihr wie ein Blitz durch den Kopf, dass sie
diese neue Art von Dummheit auch für ihre eigenen Ziele ausnützen könnte.
„Bau mir ein Haus! Und ich will noch mehr, zum Beispiel ……………..“ Adam
probierte, kurz nachzudenken: „Soll ich arbeiten?“
Eva lächelte, weil dieser früher so liebe, jetzt so hochmütige zu
begreifen schien, was die Macht über die Frau bedeutete. „Natürlich, wenn du
über mich herrschen willst, musst du mir Ketten anlegen.“
Und seit dieser Zeit verflucht der Mann die Frau, weil er beide
liebt: die Macht über die Frau und die Untätigkeit.
Wenn es ihm dann manchmal doch zu anstrengend wird, sucht er sich
einen König, Führer oder Diktator und übernimmt bei diesem die Funktion der
Frau im Harem.
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Else
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Else
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Else
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Else
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Else
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Samstag, 28. Februar 2015
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